Vom 06.11. bis 30.11.2017

….stellte Karin Greife in der Ratsbibliothek Lüneburg unter dem Titel „Querdenker“ vierzehn ihere Gemälde aus. Hier ließ sie Dinge von allen Seiten betrachten und stellte vor allem ihre abstrakten Gemälde in den Vordergrund.

Zu den Inhalten und der Auswahl der Bilder zum Ausstellungstitel: „Querdenken“ heißt aus Sicht der Malerin, verschiedene Denk- und Wahrnehmungsperspektiven einzunehmen. Das ist etwas, was ihr beim malen und beim finden von Ideen immer wichtig ist. Man denkt in der Malerei, in der Kunst nicht immer vertikal sondern auch horizontal und oft eben auch „quer“, also parallel, nichts verläuft kontinuierlich oder nach vorgefertigten Mustern. Abstrakte Malerei wird intuitiv wahrgenommen, man verlässt gelernte Muster und lässt sich auf Neues ein. Die Details eines Bildes werden hier nicht analysiert, das konventionelle Betrachten eines Gemäldes wird in Frage gestellt. Ein abstraktes Gemälde spricht einen an, berührt einen, oder nicht. Die gängige Bildanalyse greift nicht. Beim Betrachten abstrakter Kunst ist man oft unbewusst aufgefordert, neue Sichtweisen anzunehmen um kreativen Prozess wahrzunehmen. Ohne quer zu denken, gibt es keine Erneuerung, keinen Fortschritt, keine Offenheit. Dieses Thema beschäftigt die Künstlerin in vielen Bereichen. Aber auch die doch nicht zu überwindende Begrenztheit von Raum und Zeit, die Einsamkeit durch räumliche und emotionale Entfernungen, das heutige Leben im digitalen Zeitalter und in Großstädten, die gravierenden Veränderungen in den letzten 100 Jahren. 

Hängung Ratsbibliothek Impression E